Dynamische Abnahmevergütung für Ihre Solaranlage

Die Vergütung für eingespeisten Solarstrom verändert sich. Ab 2027 führen Energieversorger schweizweit die dynamische Abnahmevergütung ein. Für Betreiber von Solaranlagen stellt sich damit die Frage, was sich ändert und ob die eigene Anlage darauf vorbereitet ist. Wir begleiten Anlagenbesitzerinnen und Anlagenbesitzer bei dieser Entwicklung, unabhängig davon, wer die Anlage ursprünglich installiert hat. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Antworten.

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Was ist die Dynamische Abnahmevergütung?

Bisher erhalten Sie für eingespeisten Solarstrom in der Regel eine Rückliefervergütung. Die Höhe orientiert sich heute häufig an einem Referenzpreis. Mit der dynamischen Abnahmevergütung kommt ein neues Vergütungsmodell hinzu. Dabei richtet sich die Vergütung nach dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung. Der Preis kann sich im Tagesverlauf verändern und hängt von Angebot und Nachfrage am Strommarkt ab. Dadurch wird der Zeitpunkt, zu dem Sie Solarstrom ins Netz einspeisen, wichtiger als heute.

Was ist der Unterschied zur heutigen Rückliefervergütung?

Der grösste Unterschied liegt darin, wie Ihr eingespeister Solarstrom vergütet wird. Heute basiert die Vergütung meist auf einem Referenzpreis, kurzfristige Marktschwankungen wirken sich kaum aus. Mit der dynamischen Abnahmevergütung zählt der Marktpreis im Moment der Einspeisung.

Heutige RückliefervergütungDynamische Abnahmevergütung
Vergütung basiert in der Regel auf einem Referenzpreis.Vergütung richtet sich nach dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung.
Kurzfristige Preisschwankungen wirken sich nur begrenzt aus.Die Vergütung kann sich im Tagesverlauf verändern.
Der Zeitpunkt der Einspeisung spielt eine untergeordnete Rolle.Der Zeitpunkt der Einspeisung beeinflusst die Vergütung.

Damit bildet die Vergütung den Marktpreis direkter ab. Das schafft neue Chancen, aber auch neue Anforderungen an Ihr Energiesystem.

Warum wird die Dynamische Abnahmevergütung eingeführt?

Die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen nimmt in der Schweiz kontinuierlich zu. An sonnigen Tagen wird zeitweise mehr Solarstrom produziert, als gleichzeitig verbraucht wird. Mit der dynamischen Abnahmevergütung wird die Vergütung stärker am aktuellen Marktwert des Stroms ausgerichtet. Das schafft Anreize, Solarstrom dann zu verbrauchen, zu speichern oder einzuspeisen, wenn er besonders gefragt ist. Ziel ist es, erneuerbare Energien besser in das Stromsystem zu integrieren und vorhandene Flexibilität gezielter zu nutzen. Auch für Ihre Anlage bedeutet das: Der Zeitpunkt der Einspeisung gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung.

Betrifft die dynamische Abnahmevergütung meine Solaranlage?

Ja. Die dynamische Abnahmevergütung betrifft alle Solaranlagen, die Solarstrom ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Mit dem Stromversorgungsgesetz wurde die gesetzliche Grundlage für dieses Vergütungsmodell geschaffen. Sofern zwischen Ihnen und Ihrem Energieversorger nichts anderes vereinbart wird, wird die dynamische Abnahmevergütung ab 2027, und nach Ablauf der gesetzlichen Übergangsfrist bis 2028, zum Standardmodell für die Vergütung von eingespeistem Solarstrom.

Wann die dynamische Abnahmevergütung für Ihre Solaranlage gilt, hängt von Ihrem Energieversorger ab. Einige Energieversorger bieten bereits heute einen freiwilligen Wechsel an. Andere führen das Vergütungsmodell im Rahmen der gesetzlichen Einführung ein.

Die dynamische Abnahmevergütung ist eine von mehreren Entwicklungen, die den wirtschaftlichen Betrieb von Solaranlagen verändern. Sie bietet Anlass, Ihre Solaranlage zu überprüfen und zu sehen, ob sie auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

Was bedeutet die dynamische Abnahmevergütung für meine Solaranlage?

"Die dynamische Abnahmevergütung verändert die Rahmenbedingungen für Ihren eingespeisten Solarstrom. Am Ziel eines wirtschaftlichen Anlagenbetriebs ändert sich nichts. Entscheidend bleibt, Ihren erzeugten Solarstrom dort einzusetzen, wo er den grössten Nutzen erzielt: im Eigenverbrauch, in der Speicherung oder in der Einspeisung. Dadurch gewinnt die Entscheidung an Bedeutung, wann Sie Solarstrom verbrauchen, speichern oder verkaufen.

Die dynamische Abnahmevergütung macht den Betrieb Ihrer Solaranlage anspruchsvoller. Umso wichtiger wird es, Ihr gesamtes Energiesystem aufeinander abzustimmen und den erzeugten Solarstrom möglichst wertbringend einzusetzen.

Muss ich jetzt etwas unternehmen?

Nicht zwingend. Ob Handlungsbedarf besteht, hängt von Ihrer Solaranlage und Ihrem Energiesystem ab. Die dynamische Abnahmevergütung ist ein guter Anlass, Ihre Situation zu überprüfen. Entscheidend ist, wie gut Ihre Solaranlage auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet ist. Unser digitaler Check hilft Ihnen bei einer ersten Einschätzung.

Je nach Ausgangslage kann dies bedeuten, dass kein Handlungsbedarf besteht. Es kann aber auch sinnvoll sein, Ihre Solaranlage gezielt weiterzuentwickeln, etwa mit einem Energiemanagementsystem oder einem Batteriespeicher.

Lohnt sich die dynamische Abnahmevergütung für mich?

Ob sich die dynamische Abnahmevergütung für Sie lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, wie flexibel Ihr Energiesystem mit dem erzeugten Solarstrom umgehen kann.

Wenn Sie Solarstrom überwiegend direkt verbrauchen, speichern oder den Betrieb Ihrer Verbraucher gezielt steuern können, haben Sie grundsätzlich bessere Voraussetzungen, auf Marktpreise zu reagieren. Dazu tragen beispielsweise ein Batteriespeicher, ein Energiemanagementsystem, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto bei. Speisen Sie Ihren Solarstrom grösstenteils direkt ins öffentliche Stromnetz ein, haben Sie weniger Möglichkeiten, auf veränderte Marktpreise zu reagieren. Hier kann es sinnvoll sein, Ihr Energiesystem langfristig weiterzuentwickeln.

Da die dynamische Abnahmevergütung noch neu ist, liegen erst wenige praktische Erfahrungswerte vor. Ob sich damit langfristig höhere oder tiefere Vergütungserträge erzielen lassen, lässt sich heute nicht zuverlässig vorhersagen.

Warum wird ein Energiemanagementsystem wichtiger?

Ein Energiemanagementsystem koordiniert die Energieflüsse in Ihrem Energiesystem. Es verbindet Ihre Solaranlage mit Batteriespeicher, Wärmepumpe, Ladestation und weiteren steuerbaren Verbrauchern und stimmt deren Betrieb automatisch aufeinander ab.

Mit der dynamischen Abnahmevergütung kommt eine weitere Grösse hinzu: der aktuelle Marktpreis. Ein geeignetes Energiemanagementsystem kann diese Preissignale in die Steuerung einbeziehen. Bei tiefen Preisen kann es beispielsweise sinnvoll sein, Solarstrom selbst zu verbrauchen oder in einer Batterie zu speichern. Bei höheren Preisen kann die Einspeisung ins Stromnetz attraktiver sein.

Damit wird das Energiemanagementsystem zur zentralen Steuerung Ihres Energiesystems. Es entscheidet laufend, wie Ihr erzeugter Solarstrom möglichst wirtschaftlich eingesetzt wird, und ermöglicht es, vorhandene Flexibilität gezielt zu nutzen.

Seine Bedeutung reicht dabei über die dynamische Abnahmevergütung hinaus. Je stärker Solaranlagen in den Energiemarkt integriert werden, desto wichtiger wird eine intelligente Steuerung, die unterschiedliche Verbraucher, Speicher und Vermarktungsmöglichkeiten miteinander verbindet.

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Wie wechsle ich zur dynamischen Abnahmevergütung?

Wann die dynamische Abnahmevergütung für Ihre Solaranlage gilt und wie der Wechsel erfolgt, erfahren Sie direkt bei Ihrem Energieversorger. Einige Energieversorger, wie beispielsweise die BKW, zu der auch Solstis gehört, bieten die dynamische Abnahmevergütung bereits heute auf freiwilliger Basis an. In diesem Fall können Sie sich für einen Wechsel entscheiden. Mit der Einführung der gesetzlichen Vorgaben wird die dynamische Abnahmevergütung schrittweise zum Standardmodell für die Vergütung von eingespeistem Solarstrom, sofern nichts anderes vereinbart wird.

Der Wechsel selbst ist ein administrativer Schritt bei Ihrem Energieversorger. Unabhängig davon lohnt sich der Blick auf Ihr Energiesystem: Wir unterstützen Sie dabei, das Beste aus der neuen Situation zu machen.

Wie kann ich meine Solaranlage langfristig weiterentwickeln?

Viele bestehende Solaranlagen wurden unter anderen Marktbedingungen geplant, als heute gelten, unabhängig davon, wann und von wem sie installiert wurden. Deshalb kann es sinnvoll sein, Ihr Energiesystem an neue Anforderungen anzupassen. Welche Weiterentwicklung für Sie sinnvoll ist, ob mit einem Energiemanagementsystem, einem Batteriespeicher oder weiteren Massnahmen, hängt von Ihrer Solaranlage, Ihrem Stromverbrauch und Ihren Zielen ab. Wir beurteilen das gemeinsam mit Ihnen.

So bleibt Ihre Solaranlage zukunftsfähig

Mit dem richtigen Partner lässt sich Ihre bestehende Solaranlage gezielt weiterentwickeln, damit sie auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

Wir begleiten Sie als Anlagenbesitzerin oder Anlagenbesitzer und entwickeln Ihre Solaranlage mit passenden Energielösungen Schritt für Schritt weiter, unabhängig davon, von wem sie ursprünglich installiert wurde.

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Wir machen Ihre Solaranlage fit für die Zukunft. Mit der passenden Weiterentwicklung und einer langfristigen Betreuung durch unsere Energiespezialisten.

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